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Risikomodell für Mensa

Praxisprojekt, 15.11.2013
Master-Spezialisierung "Europäische Finanzierung und Risikomanagement"

Praxisnahes Studieren ist einer der wichtigsten Wirtschaftszugänge an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Studierende der Spezialisierung „Europäische Finanzierung und Risikomanagement“ des Masterstudiengangs "Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung" nahmen für ein Projekt nun die eigene Mensa unter die Lupe. Sie erstellten im Rahmen der Lehrveranstaltung "Qualitative Methoden des Risikomanagements" ein Risikomodell für die Mensenbetriebsgesellschaft. So wurden mögliche zukünftige Einfluss- und Risikofaktoren für den Betrieb ermittelt. Gleichzeitig lieferten die Studierenden Maßnahmenvorschläge für die Betriebsoptimierung.

„Wir müssen Vertrauen in die Banken haben“

Open Lecture, 24.10.2013
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell , ehemalige Vizegouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank

Mit einem Blick auf die vergangenen Krisen 2008, 2011 und 2012 ging die Finanzexpertin auf die Frage, „Wie geht es weiter mit der Eurozone?“, ein. Das Problem in der Eurozone sei die Abhängigkeit vom politischen Willen, denn es muss gelingen, die Wirtschaftsdiskrepanzen in Einklang zu bringen. Als Beispiel brachte Dr. Tumpel-Gugerell die frühere, deutsche Währung DM, hinter der ein starker politischer Wille stand, denn wirtschaftlich waren die Länder Deutschlands sehr unterschiedlich. Die EU habe eindeutig die Wichtigkeit des politischen Zusammenhaltes unterschätzt und die Korrekturkräfte überschätzt. Strukturpolitische Anpassungen wären notwendig gewesen.

Die Gefahr, dass die Inflation in Europa durch das Eingreifen der Notenbanken gefördert wird, sieht sie nicht. Denn sobald sich die Banken über den Markt refinanzieren, nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) sofort ihre Liquiditätsunterstützung aus dem Markt zurück – die Inflation wird im Endeffekt von der Wirtschaft selbst verursacht. Wachstum zu schaffen sei dabei die einzige Möglichkeit, aus den Schulden herauszukommen. „Wachstum ist der Hauptmotor für eine gute Zukunft des Euro“, so Dr. Tumpel-Gugerell, die übrigens nichts davon hält, wie in den USA Schulden mit Inflation zu bekämpfen.

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell ist zurzeit Aufsichtsratsvorsitzende der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, Mitglied des Universitätsrats der Montanuniversität Leoben und Consultant am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung.

„Europa ist gegenüber den USA viel zu rückständig!“

Open Lecture, 16.05.2013
Dr. Hannes Androsch, ehemaliger Bundesminister für Finanzen

Er war bereits mit 32 Finanzminister von Österreich und ist 2013 mit 75 Jahren noch höchst aktiv und war zuletzt Initiator des Bildungsvolksbegehrens. Am 15. Mai 2013 sprach Dr. Hannes Androsch in einer Open Lecture an der FH Wiener Neustadt zum Thema „Europa in der Welt von morgen“.

Er würdigte dabei die Rolle der Nachkriegsgenerationen, die ein friedliches Miteinander in Europa erst ermöglichten. „Ein Friedensprojekt, auf ökonomischer Grundlage“, so der Industrielle mit Hinweis auf die Ursprünge der EU in der „Montanunion“. In den 70ern fand jedoch ein Paradigmenwechsel statt: „Die Geldwirtschaft hat sich von der Realwirtschaft entkoppelt,“ erklärte Hannes Androsch. Und damit wurden die Wirtschaftskrisen ermöglicht. Krisen, die Österreich im Übrigen recht gut überstanden hat.

Doch der frühere Finanzminister warnt: „Wenn wir nicht mehr tun, kann sich das rasch ändern.“  Im Vergleich mit den USA sei Europa übrigens vor allem in der Forschung viel zu rückständig.

Generell mahnte Dr. Hannes Androsch in seiner Vorlesung mehr Bereitschaft zu Veränderung für die Zukunft ein, vor allem in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung.


Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GmbH

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