Open Lecture 2018 des Studienganges Logopädie

Open Lecture 2018

Das Thema der kommenden Open Lecture lautet:


(ver)schreiben & (ver)lesen - Schriftsprache im interdisziplinären Kontext

Der Erwerb und der Verlust von schriftsprachlichen Kompetenzen stellt besondere Herausforderungen an die logopädische Diagnostik und Therapie. In der diesjährigen Open Lecture möchten wir Schwerpunkte von entwicklungsbedingten und erworbenen Störungen des Lesens und Schreibens definieren, Aufgaben thematisieren und interdisziplinäre Ansätze diskutieren.

Datum der Veranstaltung: 08.06.2018 I 09:00 - 14:00

Ort der Veranstaltung: Audimax I  FH Wiener Neustadt I Johannes-Gutenberg-Straße 3, 2700 Wiener Neustadt

Anmeldung erbeten unter: Anmeldung zur Open Lecture 2018



Ausblick auf die Vorträge 2018:


 Prof. Dr. Schründer-Lenzen
 

Prof.in  Dr.in  Agi Schründer -Lenzen

Universität Potsdam, Professur für Allgemeine Grundschulpädagogik und –didaktik - Potsdam, D

„Lesen lernen - lesen können. Ein interdisziplinärer Blick auf eine zentrale Herausforderung des Schriftspracherwerbs."

Abstract

Wie funktioniert eigentlich Lesen? Wie kann dieser Lernprozess von Anfang an professionell begleitet werden? Dafür gibt es unterschiedliche unterrichtsmethodische Konzepte wie den Spracherfahrungsansatz, das Konzept Lesen durch Schreiben und zahlreiche Fibelprogramme mit verschiedenen didaktischen Schwerpunktsetzungen (Schründer-Lenzen 2013). Trotz aller diesbezüglichen Kontroversen wird Lesenlernen aber immer eingebunden in den Erwerb von Schrift (Schreiben und Rechtschreibung) und Sprache gesehen. Gerade die sprachlichen Voraussetzungen von Lesekompetenz bedürfen der begleitenden Diagnose und Förderung. Der Vortrag gibt auch Hinweise wie mit Leseproblemen umgegangen werden kann, wobei sowohl basale, lesetechnische Schwierigkeiten als auch unzureichendes Lese- und Textverständnis angesprochen werden.



Susanne Seifert, PhD 

Susanne Seifert, PhD

Karl-Franzens Universität, Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft Arbeitsbereich für Integrationspädagogik und Heilpädagogische Psychologie - Graz, AT

"Evidenzbasierte Fördermaßnahmen bei Lese-Rechtschreibauffälligkeiten aus multiprofessioneller Perspektive."

Die Ergebnisse der international vergleichenden OECD-Studien PIRLS und PISA zeigen, dass bis zu 20% der österreichischen SchülerInnen als leseschwach einzustufen sind. Durchschnittlich ist also jedes fünfte Kind in seinen Leseleistungen beeinträchtigt. Wann man von einer Lese- und/oder Rechtschreibstörung spricht und wie man diese definiert, wird in dem Vortrag zu Beginn dargelegt. Weiterführend wird der Begriff der evidenzbasierten Förderung erörtert und die Notwendigkeit der Kenntnisse über evidenzbasierte und frühzeitige Fördermaßnahmen im Rahmen der Unterstützung von Kindern mit Lese- und/oder Rechtschreibauffälligkeiten unterstrichen. Lese- und Rechtschreibauffälligkeiten von Kindern mit anderen Erstsprachen als Deutsch und deren Unterstützung werden zusätzlich in den Blick genommen. Es werden konkrete Hinweise zur Ableitung von evidenzbasierten Fördermaßnahmen gegeben und der Bedarf einer multiprofessionellen und kooperativen Lernbegleitung der betroffenen Kinder betont.



Prof. Dr. Ablinger-Borowski 

Prof.in  Dr.in  Irene Ablinger-Borowski

SRH – Hochschule für Gesundheit Campus Bonn, Professur für Logopädie/Sprachtherapie - Bonn, D

„Erworbene Dyslexien – begründend diagnostizieren und therapieren.“

Erworbene Dyslexien sind häufige Begleitstörungen bei PatientInnen mit neurologischen Erkrankungen und führen zu einem drastischen Einschnitt in der Lebensqualität und Lebensroutine. Die effektive Behandlung der Lesestörung stellt somit einen wichtigen Bestandteil der Aphasietherapie dar. Voraussetzung einer erfolgreichen Therapieplanung ist die Einordnung der Lesesymptomatik in neurokognitive Lesemodelle durch eine möglichst differenzierte Diagnostik. Dabei spielt als bewährtes Standardverfahren die Analyse von Fehlern beim lauten Lesen eine zentrale Rolle. Darüber hinaus hat sich die Messung und Analyse von Blickbewegungen als eine sehr bereichernde Methode zur Untersuchung der Wortverarbeitung bei Patienten mit peripheren und zentralen Lesestörungen etabliert.  U.a. können mit dieser Methode substantielle Unterschiede zwischen der rezeptiven (Echtzeit-Analyse der Blickbewegungen) und expressiven (verbaler Output) Ebene der Wortverarbeitung unterschieden werden. Anhand aktueller Forschungsergebnisse werden im Vortrag neue Wege in der Diagnostik von Strategien der Wortverarbeitung bei Patienten mit Aphasie, evidenzbasierte Therapieansätze und deren Wirksamkeitsprüfung erläutert.

Ablauf

Im Rahmen der Veranstaltungen finden auch Posterpräsentationen der Bachelorarbeiten des Jahrganges 2015 statt.

Den Ablauf der Open Lecture 2018 finden Sie hier.



Die Veranstaltung ist kostenlos.

Für die Veranstaltung werden 5 Fortbildungspunkte analog logopädieaustria vergeben.


Für Fragen & Anliegen stehen wir Ihnen zu Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


In Vertretung des Studienganges Logopädie

Katharina Bergner, BSc & Simon Sollereder, MSc
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen
T: +43 (0) 2622 / 89 084  - 554 bzw. - 555
 
 

Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GmbH

Infocenter T: +43(0)2622/89 084-0 F: +43(0)2622/89 084-99

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