Tretfrequenz oder Intensität: Worauf es beim Radfahren ankommt


15. May 2026

Beim Radfahren stellt sich oft die Frage: schneller oder kraftvoller treten? Eine FHWN-Studie der Fakultät Sport geht dieser Frage nach.

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Ob Rennrad, Fitnessstudio oder Spinningkurs: Viele möchten ihr Ausdauertraining möglichst effektiv gestalten. Forschungsergebnisse der FH Wiener Neustadt zeigen nun, welche Faktoren dabei entscheidend sind.

Unsere Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass die Trainingsintensität der zentrale Treiber für die physiologischen Anpassungen ist“, erklärt Alfred Nimmerichter, Leiter der Fakultät Sport. „Ob jemand schneller oder langsamer in die Pedale tritt, hat hingegen keinen Einfluss darauf, wie der Muskel Sauerstoff nutzt und verarbeitet.“

Belastung wichtiger als Pedaltempo

Untersucht wurde, wie sich unterschiedliche Belastungsstufen und die Tretfrequenz – also die Anzahl der Pedalumdrehungen pro Minute – auf die Sauerstoffaufnahme des Körpers sowie die Sauerstoffnutzung direkt im Muskel auswirken. Dafür absolvierten gut trainierte Radfahrer mehrere Tests unter kontrollierten Laborbedingungen.

Die Auswertung zeigt: Mit steigender Intensität erhöhen sich sowohl der Energieverbrauch als auch die Sauerstoffnutzung im Muskel deutlich. Die Geschwindigkeit der Pedalbewegung spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Auch wenn bei niedriger Tretfrequenz mehr Kraft pro Tritt notwendig ist und bei höherer Frequenz weniger, bleibt die Sauerstoffnutzung im Muskel weitgehend stabil.

Die Datenerhebung entstand im Rahmen von zwei Masterarbeiten im Studiengang Training & Sport an der FH Wiener Neustadt. Anschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam im Forschungsteam weiter analysiert und wissenschaftlich aufgearbeitet.

Die vollständige Presseaussendung gibt es hier nachzulesen.

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