Der Trend zur Selbstständigkeit
Junge Menschen gründen immer öfter. Flexibilität, Selbstverwirklichung und Technologie treiben den Trend – laut Mario Kwas dauerhaft.
Entrepreneurship boomt
In den ersten sechs Monaten 2025 entstanden laut Wirtschaftskammer Österreich rund 21.000 neue Unternehmen – fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gründe dafür bleiben seit Jahren bemerkenswert stabil, sagt Mario Kwas, Leiter des Studiengangs Entrepreneurship & Applied Management: „Flexibel arbeiten, eigene Ideen umsetzen und selbstbestimmt handeln – das treibt viele Menschen an. Das erlebe ich auch seit Jahren bei unseren Studierenden."
Zugleich erleben viele junge Talente in traditionellen Unternehmen rasch Einschränkungen. Trotz hoher Investitionen in Mitarbeiterbindung fehlen ihnen im Arbeitsalltag häufig echte Freiräume zur persönlichen Entwicklung.
Digitale Technologien als Chance
Ein zentraler Wandel zeigt sich in den technologischen Möglichkeiten: Viele Studierende setzen digitale Tools heute bewusst für Kundenakquise, Marktforschung oder Personal Branding ein. Künstliche Intelligenz reduziert zudem Einstiegshürden und ermöglicht es Gründerinnen und Gründern, Aufgaben effizient zu erledigen, die früher umfangreiche Strukturen erfordert hätten.
Neues Mindset der Generation Z
Bei der Generation Z zeigt sich ein deutlicher Wertewandel: Selbstständigkeit gilt nicht mehr als riskante Ausnahme, sondern zunehmend als flexible, gestaltbare und lernorientierte Form des Arbeitens. „Autonomie, Sinnsuche und Selbstwirksamkeit stehen im Vordergrund. Viele junge Menschen wollen nicht nur Karriere machen, sondern ihr gesamtes Leben bewusst gestalten“, erklärt der Unternehmer und Entrepreneurship-Experte.
Der Wandel zeigt sich auch in den persönlichen Entscheidungen vieler Studierender: „Der Wunsch nach Selbstständigkeit war bei mir schon früh da. Ende 2024 habe ich meinen Hauptjob gekündigt, um mich ganz auf meine eigene Tätigkeit zu konzentrieren und ich habe es keinen Tag bereut. Die Freiheit, an den eigenen Zielen zu arbeiten und sich etwas aufzubauen, ist für mich unersetzlich“, sagt FHWN-Absolvent Moritz Neumann.
„Im Studiengang Entrepreneurship & Applied Management bereiten wir Studierende nicht nur auf die Unternehmensgründung vor, sondern auf unternehmerisches Handeln insgesamt – mit starkem Fokus auf Anwendung, Reflexion und persönliche Entwicklung“, erklärt der Studiengangsleiter.
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