Internationale Drehscheibe für Quantentechnologie an der FH Wiener Neustadt


17. Feb. 2026

Das CSCT-Kompetenzzentrum der FHWN vereint Quantentechnologie, Sensorik und internationale Forschung zwischen Grundlagen und Anwendung.

Seit mehr als einem Jahr schafft das Kompetenzzentrum für Custom Semiconductor Technology optimale Bedingungen für Entwicklung, Fertigung und Analyse individueller Halbleiter- und Sensorsysteme. An der FH Wiener Neustadt werden inzwischen – in Zusammenarbeit mit Universitäten und internationalen Programmen – fünf Doktorandinnen und Doktoranden wissenschaftlich begleitet.

Unser Anspruch ist es, komplexe physikalische Fragestellungen in robuste, anwendbare Technologien zu übersetzen“, erklärt Wolfgang Treberspurg, Leiter des Kompetenzzentrums. „Die enge Verbindung von Systemanforderungen, Elektrotechnik und Halbleiterphysik ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor.“

"Atomchips" aus Wiener Neustadt

Die internationale Vernetzung des Kompetenzzentrums zeigt sich auch durch die Aufnahme von Gast-PhD-Studierenden aus europäischen Programmen. Aktuell forscht Joel George im Rahmen des EU-Doktoratsprogramms MAWI für drei Monate an der FH Wiener Neustadt. Er promoviert am Europäischen Labor für Nichtlineare Spektroskopie der Universität Florenz und arbeitet an Quantensystemen mit ultrakalten Atomen.

Während seines Forschungsaufenthalts entwickelt und fertigt er mithilfe der Infrastruktur des Kompetenzzentrums ein zentrales mikroelektronisches Element für seine Experimente. Diese sogenannten Atomchips erlauben die präzise Steuerung atomarer Zustände und gelten als Schlüsseltechnologie für künftige Anwendungen in Quantensensorik und Quanteninformationsverarbeitung – zum Beispiel für hochgenaue Navigation, exakte Zeitsynchronisation oder die Messung minimaler Feld- und Kraftveränderungen.

Was uns besonders auszeichnet, ist die Fähigkeit, Design, Simulation, Fertigung und Tests von mikroelektronischen Komponenten an einem Ort zu vereinen“, sagt Christian Koller, Forscher am CSCT-Kompetenzzentrum. „Gerade für internationale Doktorandinnen und Doktoranden bietet diese Durchgängigkeit einen enormen Mehrwert.“

Die vollständige Presseaussendung gibt es hier nachzulesen.


< Alle News