KI-Projekt an der FH Wiener Neustadt für eine starke Demokratie
Die FHWN entwickelt mit „DemoPlay“ ein KI-gestütztes Planspiel gegen Desinformation und zur Stärkung der Demokratiekompetenz Jugendlicher.
Ein niedrigschwelliges Lernformat für Jugendliche
Für viele Jugendliche sind soziale Medien die zentrale Quelle politischer Information. Zwischen Kurzvideos, Kommentaren und KI-Inhalten fällt es zunehmend schwer, glaubwürdige Inhalte zu erkennen. Das KI-gestützte Planspiel „DemoPlay“ der FH Wiener Neustadt vermittelt, wie digitale Meinungsbildung entsteht und demokratische Entscheidungsprozesse verständlich werden.
„KI ist nicht nur ein technisches Werkzeug, sondern zunehmend ein unsichtbarer Akteur, der den digitalen Informationsraum mitgestaltet und verändert. Genau deshalb brauchen wir Kompetenzen, die Orientierung geben und eine kritische Einordnung der neuen digitalen Realität überhaupt erst ermöglichen“, erklärt Julia Eisner, KI-Expertin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Marketing.
„Politische Bildung ist eine zentrale Voraussetzung demokratischer Teilhabe. Sie vermittelt die Fähigkeit, politische Informationen einzuordnen, Interessen zu artikulieren und Entscheidungen kritisch zu prüfen“, sagt Simone Polic-Tögel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation.
Gemeinsam statt von oben herab
Die FHWN entwickelt das webbasierte Planspiel gemeinsam mit HeyQQ GmbH, AI Empowered Politics und YEP – Stimme der Jugend. Ziel ist es, demokratische Abläufe interaktiv erfahrbar zu machen. KI-Module erzeugen variable Szenarien und individuelle Lernpfade.
Ein zentraler Bestandteil ist der partizipative Ansatz: Jugendliche wirken in Co-Creation-Workshops und Testphasen aktiv mit. Dadurch bleibt „DemoPlay“ niederschwellig und für unterschiedliche Lebensrealitäten gut zugänglich.
Das dreijährige Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (NATS) finanziert, über die FFG abgewickelt und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMAW) unterstützt.
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