Frauen prägen Forschung und Hochschulalltag an der FH Wiener Neustadt
Zum Weltfrauentag berichten eine Studiengangsleiterin, eine Forscherin & eine Studentin der FHWN über ihren Weg in Wissenschaft und Praxis.
Milica Krunic leitet den Masterstudiengang Bio Data Science am Biotech Campus Tulln der FH Wiener Neustadt. Ihr Antrieb ist die Neugier, biologische Prozesse zu verstehen – insbesondere mithilfe von Datenanalyse und Bioinformatik, die komplexe Zusammenhänge in der Natur messbar machen.
Als Studiengangsleiterin begeistert sie vor allem die Entwicklung ihrer Studierenden. Zu sehen, wie sie im Laufe des Studiums fachliche Tiefe und Expertise aufbauen und erfolgreich in den Beruf starten, bestätigt für sie die Qualität der Ausbildung. Kompetenz und Führungsstärke seien dabei keine Frage des Geschlechts.
Für Krunic sind gleiche Rahmenbedingungen entscheidend. In ihrem Studiengang ist der Anteil an Studentinnen inzwischen höher als jener der Studenten – ein Zeichen dafür, dass technische und interdisziplinäre Forschungsfelder zunehmend auch für Frauen attraktive Karrierewege darstellen. Gleichzeitig brauche es transparente Strukturen, damit Frauen in Naturwissenschaft und Technik langfristig Führungsrollen übernehmen können.
Neugier als Motor wissenschaftlicher Erkenntnis
Am Campus Wieselburg widmet sich Kathrin Heim wissenschaftlichen Fragestellungen rund um Lebensmittel und deren sensorische Wahrnehmung. Ihr Weg in die Wissenschaft war nicht vorgezeichnet – vielmehr führte sie ihre ausgeprägte Neugier dorthin. Sie wollte verstehen, warum Lebensmittel unterschiedlich schmecken, worin sich etwa Gemüse- und Obstsorten unterscheiden und weshalb Menschen unterschiedliche Vorlieben entwickeln.
Besonders schätzt Heim die Verbindung von Forschung und Lehre. Der Austausch mit Studierenden ermöglicht es ihr, Erkenntnisse weiterzugeben und wissenschaftliche Fragestellungen gemeinsam zu vertiefen. Für sie steht fest: Wissenschaft bedeutet aktive Zukunftsgestaltung.
Ihr Arbeitsumfeld erlebe sie als wertschätzend, gleichzeitig sei diese Selbstverständlichkeit nicht überall gegeben. Umso wichtiger sei es, dass Frauen in der Wissenschaft präsent sind und ihre Perspektiven einbringen, denn unterschiedliche Blickwinkel stärken Forschung und Erkenntnis.
Praxisnähe stärkt Selbstvertrauen
Kristina Schweiger studiert im Bachelorstudiengang Robotik & Künstliche Intelligenz an der FH Wiener Neustadt. Ihr Interesse an Technik entstand bereits in der HTL für Elektrotechnik, wo sie erstmals intensiver mit Robotik in Kontakt kam und ihre Begeisterung für dieses Feld entdeckte.
Besonders schätzt sie den Praxisbezug ihres Studiums. Viele Inhalte könne sie direkt anwenden, etwa im Praktikum für ihre Bachelorarbeit. Diese Erfahrungen haben ihr nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern auch ihr Selbstvertrauen deutlich gestärkt.
Weibliche Vorbilder im technischen Umfeld hatte sie kaum. Umso wichtiger war für sie die Unterstützung ihres Umfelds. Das Vertrauen von Familie und Bekannten habe sie in ihrer Entscheidung bestärkt, diesen Weg einzuschlagen.
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