Spielerisch forschen: Wie Brettspiele Wissenschaft vermitteln
Brettspiele machen Wissenschaft erlebbar. Eine Studie unter Beteiligung der FHWN zeigt, wie sie unser Verständnis von Forschung prägen.
Wissenschaft ist längst Thema moderner Brettspiele und dabei mehr als nur Kulisse. Wie Spielende dabei selbst zu Forschenden werden und Wissenschaft erleben, untersuchte ein Team rund um Michael Penkler von der FH Wiener Neustadt anhand von drei Spielen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welches Bild von Wissenschaft Brettspiele vermitteln. Indem Spielende selbst zu Forschenden werden und Entscheidungen treffen, erleben sie Forschung unmittelbar und entwickeln Vorstellungen davon, wie Wissenschaft funktioniert und was wissenschaftlichen Erfolg ausmacht.
Je nach Spiel erscheint Forschung als logisches Rätsellösen, als geschicktes Management von Netzwerken und Ressourcen oder als Wettlauf um Entdeckungen, Reputation und wissenschaftliche Anerkennung.
Konkurrenz prägt das Bild von Forschung
Die Analyse zeigt, dass die untersuchten Brettspiele Forschung überwiegend als Wettbewerb inszenieren. Zwar finden sich auch kooperative Elemente, im Vordergrund steht jedoch meist der Erfolg gegenüber anderen Spielenden.
„Überrascht hat uns vor allem, wie stark Wettbewerb im Mittelpunkt steht. Wissenschaftlicher Erfolg wird in den Spielen häufig darüber definiert, besser oder schneller zu sein als andere. Dabei lebt Forschung in der Realität oft von Zusammenarbeit, gemeinsamem Wissen und langfristigen Kooperationen“, erklärt Penkler.
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