FHWN-Kompetenzzentrum ebnet den Weg für neue Krebstherapien


16. Juli 2026

Im Kompetenzzentrum für Präklinische Bildgebung & Medizintechnik entstehen neue Ansätze für die Krebstherapien von morgen.

Markus Zeilinger vor einem MRT-Gerät im Kompetenzzentrum der FH Wiener Neustadt

Direkt am Standort des Ionentherapiezentrums MedAustron betreibt die FH Wiener Neustadt ein einzigartiges Forschungszentrum. Mithilfe modernster Bildgebung erforschen elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie unterschiedliche Bestrahlungsformen im Körper wirken und wie Krebstherapien künftig noch präziser und wirksamer gestaltet werden können.

Spitzentechnologie für die Krebsforschung

Herzstück des Kompetenzzentrums für Präklinische Bildgebung & Medizintechnik ist ein 15,2-Tesla-Hochfeld-MRT – eine weltweit seltene Forschungsinfrastruktur, von der es nur sechs Geräte gibt. Im Vergleich zu herkömmlichen MRT-Systemen mit 1,5 bis 3 Tesla liefert es hochauflösende Bilder selbst kleinster Gewebeveränderungen. Ergänzt durch nuklearmedizinische Verfahren wie die Positronen-Emissions-Tomographie und die Single-Photonen-Emissions-Computertomographie können Forschende sowohl anatomische Strukturen als auch Stoffwechselprozesse sichtbar machen und die Wirkung verschiedener Bestrahlungsformen analysieren.

Durch die direkte Anbindung an MedAustron können wir bildgebende Verfahren, medizinische Strahlenforschung, Strahlenbiologie, Medizinphysik, Informatik und Medizintechnik so verknüpfen, dass hier interdisziplinäre Spitzenforschung möglich wird und das unmittelbar am Ort der klinischen Anwendung“, erklärt Markus Zeilinger, Leiter des Kompetenzzentrums.

Lehre trifft Spitzenforschung

Die enge Verzahnung von Forschung und Lehre ist ein besonderes Merkmal des Kompetenzzentrums. Studierende aus Radiologietechnologie, MedTech und dem Lehrgang Diagnostischer Ultraschall – Sonographie wirken an aktuellen Forschungsprojekten mit und schreiben ihre Abschlussarbeiten direkt im Forschungsumfeld.

Die Expertise, die wir in der Forschung gewinnen, fließt unmittelbar in unsere Lehrveranstaltungen ein und auch die Studierenden arbeiten an denselben Fragen wie wir. Das ist forschungsgeleitete Lehre im direkten Sinn“, so Zeilinger. Dass das funktioniert, zeigen auch die Auszeichnungen: Zuletzt holte eine Masterarbeit aus dem Jahr 2025 den ersten Platz beim Österreichischen Kongress für Radiologietechnologie.

Zur vollständigen Presseaussendung geht es hier.

Ultra-Hochfeld-15-Tesla-MRT im Kompetenzzentrum der FH Wiener Neustadt
© FHWN


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